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Manche Projekte kündigen sich schon von weitem an. Andere wirken von außen ganz gewöhnlich, entpuppen sich technisch jedoch als Höchstleistung. Und manchmal gibt es Vorhaben, bei denen alles zusammenkommt. So ein Projekt war die gesteuerte Bohrung unter der A12 bei Duiven: 256 Meter unter einer Autobahn hindurch, für das Wärmenetz von Vattenfall, umgesetzt von Siers in enger Zusammenarbeit mit SWST Sleufloze Technieken, Welvreugd Drilling und einer beeindruckenden Reihe von Kranverleihunternehmen. Es war ein Tag, an dem Vorbereitung, Vertrauen und perfektes Timing wie Puzzleteile ineinandergriffen.
Die Bohrung war notwendig, um eine neue Verbindung zwischen zwei bestehenden Wärmenetzen herzustellen – keine Erweiterung für ein neues Wohngebiet, sondern eine clevere zusätzliche „Lebensader“, die sicherstellt, dass jederzeit Wärme geliefert werden kann, selbst wenn eine der Hauptleitungen einmal ausfällt. Die Energie dafür stammt von der AVR – „diese große Wolkenmaschine an der Autobahn“, wie Bauleiter Patrick Kramer sie gerne nennt. Über diese Verbindung wird die Wärme künftig reibungslos zu den Haushalten transportiert.
Um das zu ermöglichen, musste die Leitung tief unter der A12 hindurchgeführt werden – durch Sandschichten, Ton und alles, was sich über Jahrzehnte unter einer Autobahn angesammelt hat. Alles andere als Standardarbeit.
Patrick spricht entspannt darüber, doch zwischen den Zeilen wird deutlich, wie enorm der Vorbereitungsaufwand war. Denn am Tag der Bohrung ist ein Bauleiter, wie er selbst sagt, „eigentlich nur Zuschauer“. Sobald die Bohranlage startet, muss alles stimmen: die Vorbereitung, die Zusammenarbeit aller Beteiligten und die Sicherheit vor Ort. Unter einer Autobahn zu arbeiten bedeutet: null Spielraum für Fehler. Dass Siers die Leitungsführung auf beiden Seiten übernahm und SWST sowie Welvreugd die Bohrung ausführten, war eine Zusammenarbeit, bei der sich Patrick vollkommen sicher fühlte. In Elst arbeiten die Teams seit Jahren in festen Konstellationen – jeder kennt seine Aufgabe und vertraut auf das Können der anderen. Das schafft Ruhe, genau das, was an einem solchen Tag entscheidend ist.
Der spektakulärste Moment kam, als die Leitung tatsächlich eingezogen wurde. Das riesige Rohr musste in einer einzigen, fließenden Bewegung in einer perfekten Kurve geführt werden – mit exakt berechnetem Radius, damit es weder knickt noch freiliegt. Dafür standen ganze neun Teleskopkräne in einer beeindruckenden Reihe, wie eine Choreografie aus Stahl und Präzision. Jeder Kranführer wusste bis ins Detail, was zu tun war. Aus der Ferne wirkte es fast wie eine Inszenierung: die Leitung, die ruhig durch die Luft gleitet, begleitet von einem Team, das keinen Moment zögert. Und genau wie geplant wurde die Leitung in einem Zug eingezogen – reibungslos, ohne Korrekturen, ohne Zwischenfälle.
Als wäre das nicht schon Herausforderung genug gewesen, verlief mitten durch das Arbeitsgebiet ein stark frequentierter Rad- und Fußweg, der offen bleiben musste. Während die Leitung meterhoch über dem Weg hing, sorgten Verkehrseinweiser für einen sicheren Ablauf. Sobald sich Radfahrer oder Fußgänger näherten, musste der Einzug sofort gestoppt werden. Das funktionierte nur dank klarer Absprachen und ständiger Kommunikation mit dem Bohrteam auf der anderen Seite der A12. Patrick beschreibt, wie wichtig es war, dass alle aufmerksam blieben, genau wussten, wann gehandelt werden musste – und vor allem, wann nicht. Sicherheit zeigte sich hier nicht nur in der Technik, sondern vor allem im Verhalten.
Auch wenn die Ausführung wie ein perfekt eingespielter Tagesablauf wirkte, ging ihr ein langer Vorlauf voraus. Das Projekt stand bereits seit Jahren auf der Agenda, und erst in Kalenderwoche 14 konnte das Team tatsächlich starten. Noch vor der Sommerpause waren sowohl die Bohrung als auch die Anbindung der Leitungen auf beiden Seiten abgeschlossen. Inzwischen ist auch die letzte Verbindung im Wärmenetz hergestellt – der letzte Schritt, bevor die Reserveverbindung in Betrieb gehen konnte.
So zeigt sich einmal mehr: Was nach außen wie eine einfache Bohrung aussieht, ist in Wirklichkeit das Ergebnis von intensiver Vorbereitung, Planung, Engineering und präziser Ausführung – gebündelt in wenigen entscheidenden Tagen vor Ort.
Auch der Auftraggeber Vattenfall spielte eine wichtige Rolle. Laut Patrick ist die Zusammenarbeit eng und angenehm. Das Unternehmen arbeitet strukturiert, kontrolliert viel und stellt hohe Anforderungen, insbesondere im Bereich Sicherheit. „Aber das ist verständlich“, sagt er. „Sie müssen strenge Vorgaben einhalten und erwarten das auch von uns.“ Am Tag des Leitungseinbaus war sogar eine Delegation vor Ort, für die bei Van der Valk ein eigener Beobachtungsbereich eingerichtet wurde. Patrick selbst blieb lieber draußen – bei seinem Team und mitten im Geschehen. Ohne großes Aufsehen, dafür mit voller Verantwortung.
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