Die Zukunft sichern durch Lastspitzen glätten und Energiespeicherung
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Die Zukunft sichern durch Lastspitzen glätten und Energiespeicherung

Wer das Gelände vor dem Hauptsitz in Oldenzaal betritt, kommt nicht daran vorbei: zwei große Stahlcontainer auf einer Betonplatte. Von außen wirken sie schlicht, doch im Inneren steckt Technik, die für Siers inzwischen unverzichtbar geworden ist. Die neuen Batteriesysteme bilden einen intelligenten Puffer, der dafür sorgt, dass wir weiter arbeiten, laden und nachhaltiger werden können, ohne das Stromnetz zu überlasten.

Die Zukunft sichern durch Lastspitzen glätten und Energiespeicherung

Wer das Gelände vor dem Hauptsitz in Oldenzaal betritt, kommt nicht daran vorbei: zwei große Stahlcontainer auf einer Betonplatte. Von außen wirken sie schlicht, doch im Inneren steckt Technik, die für Siers inzwischen unverzichtbar geworden ist. Die neuen Batteriesysteme bilden einen intelligenten Puffer, der dafür sorgt, dass wir weiter arbeiten, laden und nachhaltiger werden können, ohne das Stromnetz zu überlasten.

Engineer Henk Timmerije erzählt, dass der Anlass schon vor Jahren entstanden ist. Regelmäßig erhielten wir Warnungen vom Netzbetreiber Coteq, dass wir über unsere vertraglich vereinbarte Leistung hinausgingen. Manchmal lag der Verbrauch deutlich über 130 kW. „Dann weißt du, dass es irgendwann schiefgeht“, sagt er. „Irgendwann folgen Strafgebühren oder du wirst darin eingeschränkt, was du abnehmen darfst.“

Diese Spitzen entstanden vor allem durch den steigenden Stromverbrauch: Mitarbeitende, die morgens ihre Autos laden, das vollständig elektrisch beheizte Büro, die Wärmepumpen, die früh am Tag hochfahren. Junior-Projektleiter Luc de Heer nennt es eine Art „Stromspitzenstunde“. „In den dunklen Monaten gibt es morgens noch keine Solarerzeugung, während bei Siers alles gleichzeitig läuft. Dadurch bist du schnell über deinem Limit.“

Die Batterien lösen dieses Problem auf elegante Weise. Sie laden sich in ruhigen Momenten: nachts oder an sonnigen Nachmittagen und springen ein, sobald eine Spitze entsteht. Dadurch bleibt die Netzabnahme unter dem Maximum und der Betrieb läuft ohne Risiko weiter. Das Schöne ist, dass die Technologie genau sichtbar macht, was passiert.

Geschäftsführer Koen Siers gibt schmunzelnd zu, dass er jeden Tag auf die Live-Grafiken schaut. „Wirklich“, sagt er. „Ich finde es faszinierend. Die Technik, die Optimierung, das ist die Zukunft. Du siehst genau, wie die Batterie Spitzen abfängt und wann die Solaranlagen ihre Arbeit machen. Das gibt Einblick, wie wir als Unternehmen intelligenter mit Energie umgehen.“

Dieses Interesse ist nicht nur ein Hobby, sondern auch strategisches Denken. Die Probleme, die wir in Oldenzaal erleben, sind nämlich nicht einzigartig. Ganz Deutschland hat mit Netzengpässen zu kämpfen: Anschlüsse werden begrenzt, Verstärkungen lassen Jahre auf sich warten, Unternehmen kommen nicht weiter, weil sie nicht genug Strom bekommen.

Luc erzählt von einem Kunden, der eine neue Drehmaschine aufstellte und schlicht nicht genug Leistung hatte, um sie zu betreiben, weil keine Verstärkung des Anschlusses möglich war. „Dann musst du kreativ werden. So eine Batterie kann genau die Leistung liefern, die dir fehlt. Sie macht Wachstum wieder möglich, auch wenn das Netz nicht mitspielt.“

Dieses Vorausdenken ist auch der Grund, warum die Stadt Oldenzaal eng in das Projekt eingebunden ist. Unsere Anlage wird bald offiziell vom Stadtrat eröffnet. Die Batterie gilt als Beispiel für andere Unternehmen in der Region. Viele Betriebe stoßen nämlich an dieselben Grenzen. Die Gemeinde hält es für wichtig, dass Unternehmen weiter wachsen können; ohne Lösungen wie diese kann eine Region buchstäblich „festwachsen“.

Die Wahl für Huawei-Batterien war laut Henk vor allem praktisch. Es ist ein System, mit dem Siers bereits gearbeitet hat, stabil und zuverlässig, mit einem Energiemanagementsystem, das sich bewährt hat. Alles läuft zudem vollständig lokal in einem geschlossenen Netzwerk, was die Sicherheit erhöht. Theoretisch hätte es auch eine andere Marke sein können, aber bei Preis, Erfahrung und Integration war dies die beste Lösung.

Was diese Investition vor allem deutlich macht, ist, dass es keine Modeerscheinung oder Form von Greenwashing ist. Koen formuliert es nüchtern: „Wir haben das nicht gemacht, weil es gut in einem Nachhaltigkeitsbericht aussieht. Wir mussten es tun, um unseren Betrieb aufrechtzuerhalten.“

Dennoch schafft es gerade Raum für weitere Nachhaltigkeit. Denn wer weg vom Gas will, Wärmepumpen einsetzen oder mehr Elektrofahrzeuge nutzen möchte, kann das nur, wenn genügend Kapazität vorhanden ist. Die Batterie schafft diesen Spielraum. Damit trägt das System indirekt doch zu unseren Nachhaltigkeitszielen bei.

Für Siers ist die Anlage in Oldenzaal vor allem der Anfang. An anderen Standorten wird geprüft, ob Batteriesysteme Lösungen für Netzprobleme bieten können. Koen erwartet, dass dies in ein paar Jahren genauso normal wird wie Transformatoren heute: etwas, das jedes Unternehmen braucht, um in einer zunehmend elektrischen Welt weiter wachsen zu können.

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